07.04.2026 | News, Events
Ein grosses Dankeschön für herausragende Leistungen
An unserer jährlichen Spenderehrung danken wir Menschen, die sich über viele Jahre hinweg für andere einsetzen. Viele von ihnen kommen seit Jahrzehnten regelmässig zur Blutspende. Ein Engagement, welches wir mit diesem Anlass würdigen möchten und höchste Anerkennung verdient.

Im Jahr 2025 fand die Spenderehrung am Montag, 7. Juli statt. Der Sommer zeigte sich an diesem Abend von seiner ungemütlichen Seite: Regen, Wind und kühle Temperaturen begleiteten den Anlass. Dennoch folgten rund 140 Gäste unserer Einladung. Der Abend begann mit einem Apéro im Restaurant Vitamin. Nach einer kurzen Begrüssung wurde dieser offiziell eröffnet und bot Raum für Gespräche und Begegnungen. Anschliessend versammelten sich die Gäste im Hörsaal 21 für die eigentliche Ehrung.
Ein besonderer Moment war der Beitrag von Dr. Raffaele Renella, leitender Arzt der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie am Universitätsspital Lausanne. Anhand eines konkreten Beispiels eines jungen Patienten zeigte er auf, was Blutspenden im Leben eines Menschen bedeuten können.
Im Anschluss ehrten wir Spenderinnen und Spender, die 50, 75 oder 100 und mehr Spenden geleistet haben. Besonders ausgezeichnet wurden zudem jene, die über 200-mal Blut gespendet haben. Doch unabhängig von der Anzahl gilt unser Dank all jenen, die regelmässig zur Blutspende kommen. Jede einzelne Spende zählt und hilft mit, Leben zu retten.
Die Spenderehrung ist unser Versuch, Danke zu sagen. Versuch deshalb, weil dieses «Dankeschön», verpackt in einen Event, eigentlich nicht ausreicht. Das geleistete Engagement unserer Spenderinnen und Spender ist viel höher zu werten, als dass es mit der Ehrung verdankt werden kann. Denn Blutspenden – vor allem regelmässige – sind unverzichtbar für unsere medizinische Grundversorgung und helfen ganz konkret, Leben zu retten.
Vielen herzlichen Dank, dass Sie zur Blutspende kommen. Sie machen den Unterschied.
Wie erreicht man 200 Blutspenden?
Auf den ersten Blick scheint eine Zahl von 200 Spenden kaum vorstellbar. Tatsächlich hängt sie davon ab, wie die Spenden gewertet werden und welche Spendearten jemand leistet. Vollblutspenden werden mit je einem Spendepunkt gewertet. Blutplättchenspenden hingegen zählen doppelt – also zwei Punkte pro Spende. Das hat seinen Grund: Blutplättchen sind äusserst empfindlich, nur 5 bis 7 Tage haltbar und es gibt deutlich weniger Plättchenspenderinnen und Plättchenspender als Vollblutspendende. Ihre Spende ist deshalb besonders wertvoll. Hinzu kommt, dass Plättchenspenden deutlich häufiger möglich sind: Rund alle sechs Wochen, also bis zu achtmal pro Jahr. Das ergibt theoretisch bis zu 16 Spendepunkte pro Jahr – gleichbedeutend mit 16 gewerteten Blutspenden.
Wer ausschliesslich Vollblut spendet, kommt als Mann auf maximal vier Punkte pro Jahr. Frauen empfehlen wir, nur dreimal pro Jahr zu spenden - sie erreichen somit drei Punkte. Der Unterschied erklärt sich durch den Eisenhaushalt: Frauen haben physiologisch bedingt einen niedrigeren Hämoglobinwert und benötigen längere Erholungszeiten zwischen den Spenden. Rein rechnerisch würde ein Mann, der nur Vollblut spendet, 50 Jahre benötigen, um 200 Punkte zu erreichen – eine Frau 67 Jahre. Wer jedoch regelmässig Plättchen spendet, kann diesen Meilenstein deutlich früher erreichen. 200 Spendepunkte sind damit nicht nur ein Zeichen ausserordentlicher Treue, sondern auch eines gelebten und langjährigen Engagements für andere Menschen.





